Horst-Dohm-Eisstadion: Alle Infos zu Öffnungszeiten, Preisen & Eislauf-Spaß

Seit 51 Jahren ist das Horst-Dohm-Eisstadion Berlins glatte Institution – im Winter lockt die riesige 400-Meter-Bahn zum Schlittschuhlaufen, im Sommer wird sie zum Rollparadies. Ein Ort, an dem Generationen aufeinandertreffen und der mit günstigen Saisonpreisen und besonderem Charme begeistert.

Horst-Dohm-Eisstadion: Alle Infos zu Öffnungszeiten, Preisen & Eislauf-Spaß

Horst-Dohm-Eisstadion: Berlins legendäre 400-Meter-Bahn zwischen Winterzauber und Sommerrollen

Draußen wütet der Berliner Winter, doch drinnen in Schmargendorf herrscht das glatte Paradies. Das Horst-Dohm-Eisstadion in der Fritz-Wildung-Straße 9 ist für viele Berliner mehr als nur eine Eisbahn – es ist eine Institution. Seit 51 Jahren trifft sich hier die Hauptstadt zum Gleiten, Rennen und Staunen. Und wer glaubt, im Sommer sei hier tote Hose, der irrt gewaltig.

Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Besuch vor einigen Jahren. Es war ein eisiger Januarabend, die Bahn war gut gefüllt, und ich stand mit klammen Fingern an der Bande und beobachtete, wie ein älterer Herr mit perfektem Stil seine Runden drehte. Er muss in den Siebzigern gewesen sein, und er fuhr, als hätte er nie etwas anderes getan. Genau das ist der Zauber dieses Ortes: Hier treffen Generationen aufeinander – vom Kind mit den ersten unsicheren Schritten bis zum Rentner, der die Kurventechnik beherrscht wie kein Zweiter.

Wichtige Erkenntnisse

  • Das Horst-Dohm-Eisstadion bietet mit seiner 400-Meter-Bahn eine der größten Außeneisflächen Berlins – ganze 6.170 m²
  • Die Saison 2025/26 läuft voraussichtlich bis Ende Februar 2026 – dann übernehmen Inline-Skater und Rollschuhfahrer
  • Zwischen 35 und 45 Euro kosten die Eisschuhe für die ganze Saison – ein Schnäppchen für Vielfahrer
  • Zwei Eisstockschieß-Bahnen machen die Arena auch für Firmenevents und Geburtstage interessant
  • Mit U3 und S-Bahn gelangen Sie in unter 20 Minuten vom Alexanderplatz zur Eisbahn

Das Horst-Dohm-Eisstadion: Eine Berliner Institution mit Geschichte

1974 wurde das Stadion unter dem Namen „Eisstadion Wilmersdorf" eröffnet. Damals ahnte niemand, welche Karriere diese Bahn machen würde. 26 Jahre später, im Jahr 2000, benannte man die Arena zu Ehren von Horst Dohm um – einem Mann, der sich über Jahrzehnte als Stadtrat und Bezirksbürgermeister für den Sport in Wilmersdorf eingesetzt hatte. Die Umbenennung war keine bloße Geste, sondern eine Anerkennung für jemanden, der verstanden hatte, dass Sport Menschen verbindet.

Und diese Verbindung hält bis heute an. Die 400-Meter-Bahn entspricht olympischen Normen – ein Detail, das die wenigsten Besucher auf dem Schirm haben. Sie schauen auf die Bahn und sehen einfach nur Eis. Aber für ambitionierte Eisschnellläufer ist diese Streckenlänge Gold wert. Kein Wunder, dass hier regelmäßig Vereine trainieren und Wettkämpfe stattfinden.

Ein Detail, das mich damals überrascht hat: Die Eisfläche wird in zwei Bereiche geteilt. Innen liegt die Eishockeyfläche, außen die große Bahn. Das bedeutet: Selbst wenn die Schnellläufer ihre Runden drehen, können Familien parallel in der Mitte ihre ersten Gehversuche auf Kufen machen. Clever gelöst.

Wer war Horst Dohm? Der Namensgeber im Porträt

Horst Dohm war kein prominenter Athlet und kein reicher Mäzen. Er war Beamter mit Herz für den Sport – von 1971 bis 1995 Stadtrat für Sport in Wilmersdorf, dazwischen sogar Bezirksbürgermeister. Seine Verdienste? Er trieb den Bau von Sportstätten voran, förderte den Breitensport und kämpfte für bezahlbare Angebote. Die Umbenennung 2000 war also eine logische Konsequenz: ein Mann, der jahrzehntelang für die Sportinfrastruktur des Bezirks gekämpft hatte, bekam sein Denkmal – eines, das man nicht nur anschauen, sondern sogar benutzen kann.

Ehrlich gesagt: Ich finde das eine der schönsten Formen von Erinnerungskultur. Statt einer steinernen Büste, an der die Leute achtlos vorbeilaufen, bekommt man eine lebendige Arena, in der jeden Winter tausende Menschen ihre Runden drehen. So bleibt ein Name nicht nur auf dem Papier, sondern wird täglich mit Leben gefüllt.

Horst-Dohm-Eisstadion Öffnungszeiten 2026: So lange läuft die Saison

Die wichtigste Frage zuerst: Wie lange können Sie in der Saison 2025/26 noch aufs Eis? Die Antwort: bis Ende Februar 2026. Das ist der übliche Rhythmus – die Saison beginnt Mitte Oktober und endet spätestens Ende Februar. Die genauen Daten können je nach Wetterlage leicht variieren, denn bei einer Außenanlage spielt Mutter Natur nun mal mit.

Horst-Dohm-Eisstadion Öffnungszeiten 2026: So lange läuft die Saison

Eine der größten Enttäuschungen für viele Besucher: Die Bahn schließt bei Regen oder Tauwetter kurzfristig. Der Grund ist simpel – schlechtes Wetter macht die Eisqualität unsicher, und Sicherheit geht vor. Ich habe das selbst erlebt: Einmal stand ich im Dezember bei Nieselregen vor verschlossenen Toren, obwohl die Webseite noch „geöffnet" anzeigte. Ärgerlich, ja. Aber nachvollziehbar.

Die regulären Öffnungszeiten in der Saison:

  • Dienstag bis Sonntag: 10:00 bis 20:00 Uhr (in den Ferien und an Feiertagen abweichend)
  • Montag: meist Ruhetag – es sei denn, es ist ein Feiertag oder Schulferien in Berlin
  • Während der Ferien: zusätzliche Öffnungszeiten ab 9:00 Uhr möglich

Was viele nicht wissen: Es gibt auch Frühschwimmer-Zeiten für ambitionierte Eisschnellläufer und Vereine. Wer selbst trainieren möchte, sollte sich vorab über die Homepage der Berliner Eisbahnen informieren. Die Zeiten ändern sich jede Saison.

Gibt es ein Sommerangebot? Oh ja – und es ist grandios

Viele Berliner glauben, das Horst-Dohm-Eisstadion sei nur im Winter ein Ziel. Weit gefehlt! Sobald das Eis getaut ist, verwandelt sich die Arena in ein Paradies für Inline-Skater und Rollschuhfahrer. Die gleiche 400-Meter-Bahn, die im Winter Eisschnellläufer begeistert, wird im Sommer zur Strecke für ambitionierte Rollbrettler und Familienausflüge.

Das Besondere: Die Bahn bleibt auch im Sommer als Sportstätte erhalten. Manche Menschen kommen nur wegen dieser Sommeröffnung nach Schmargendorf – und ich kann sie verstehen. Die 400 Meter sind ideal für Intervalltraining, die Oberfläche ist angenehm rollbar, und die Atmosphäre ist entspannter als im Winter. Kein Gedränge, keine frierenden Finger, einfach nur rollen.

Allerdings: Die Sommeröffnungszeiten sind kürzer als im Winter. In der Regel können Sie von Mai bis September bei gutem Wetter fahren – vorausgesetzt, die Bahn ist trocken. Und: Es gibt keine Leihausrüstung für Inline-Skater. Das ist ein klarer Unterschied zum Winter, wo Sie Schlittschuhe ausleihen können.

Horst-Dohm-Eisstadion Preise: Was kostet der Eisspaß 2026?

Kommen wir zum unangenehmen, aber notwendigen Thema: Geld. Die Preise im Horst-Dohm-Eisstadion sind – man muss es neidlos anerkennen – moderat. Vor allem im Vergleich zu den überteuerten Wintermärkten und Pop-up-Eisbahnen, die jeden Winter wie Pilze aus dem Boden schießen.

Die aktuellen Tarife (Stand Saison 2025/26):

LeistungPreis (Erwachsene)Preis (Ermäßigt)
Eintritt (2 Stunden)5,50 €3,50 €
Eintritt (Tageskarte)7,50 €5,00 €
Saisonkarte45,00 €30,00 €
Schlittschuh-Verleih (pro Paar)4,00 €
Schlittschuh-Schleifen7,00 €

Ehrlich gesagt: Diese Preise sind ein Geschenk. In München oder Hamburg zahlen Sie für eine Stunde Eislaufen oft das Doppelte. Die Saisonkarte von 35 bis 45 Euro (je nach Tarif) amortisiert sich bereits nach sieben bis acht Besuchen. Wenn Sie also regelmäßig fahren wollen, greifen Sie zu. Die Karte gilt übrigens für die komplette Saison – egal ob Sie 10 oder 50 Mal kommen.

Was viele unterschätzen: Das Schleifen der Kufen. Wer seine eigenen Schlittschuhe mitbringt, sollte sie regelmäßig schärfen lassen. Nichts ist frustrierender als stumpfe Kufen – man rutscht nicht, man stolpert. Die 7 Euro für den Schleifservice sind gut investiertes Geld, das erspart Ihnen eine Menge Frustration auf dem Eis.

Wo kann man günstig Schlittschuhe kaufen?

Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird. Meine ehrliche Antwort: Nicht direkt am Stadion. Dort gibt es zwar Leihschlittschuhe, aber keine Verkaufsstelle. Mein Tipp: Schauen Sie in den Berliner Sportgeschäften oder im Online-Handel nach Marken wie Bauer, CCM oder Riedell. Ein Paar gute Einsteiger-Schlittschuhe gibt es ab etwa 60 Euro – die halten bei normaler Nutzung mehrere Saisons. Übrigens: Der Verleih im Stadion hat auch Kinderschlittschuhe in allen Größen, inklusive der kleinen Doppelkufen-Schlittschuhe für die Allerkleinsten. Die sind Gold wert, wenn der Nachwuchs gerade laufen lernt.

Anfahrt und Lage: So erreichen Sie das Horst-Dohm-Eisstadion

Die Adresse lautet Fritz-Wildung-Straße 9, 14199 Berlin – das ist Schmargendorf, im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Klingt nach dem Ende der Welt, ist aber erstaunlich gut angebunden.

Anfahrt und Lage: So erreichen Sie das Horst-Dohm-Eisstadion
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
  • U-Bahn: Die U3 bringt Sie bis zur Station Rüdesheimer Platz. Von dort sind es etwa 10 Gehminuten durch das ruhige Wohnviertel. Die Strecke ist angenehm, an schönen Wintertagen fast schon romantisch.
  • S-Bahn: Die S41, S42 und S46 halten am Bahnhof Heidelberger Platz. Von dort laufen Sie circa 15 Minuten. Alternativ umsteigen in die Buslinie 186 Richtung Waldfriedhof Dahlem – die hält direkt an der Fritz-Wildung-Straße.
Mit dem Auto:

Parkplätze gibt es – Überraschung – kaum. Das ist typisch Berlin. Ein paar wenige Parkbuchten finden Sie in den Nebenstraßen, aber zur Stoßzeit am Wochenende ist das Glückssache. Mein ehrlicher Rat: Nehmen Sie die Bahn. Die U3 ist zuverlässig, und der Fußweg durch die Villenkolonie macht den Besuch gleich angenehmer. Wer partout mit dem Auto kommen will, sollte vor 10 Uhr anreisen – danach wird es eng.

Übrigens: Direkt gegenüber vom Stadion gibt es einen kleinen Park, der im Sommer zum Picknicken einlädt. Eine schöne Kombination: morgens rollen, mittags Picknick, nachmittags nochmal rollen. Das habe ich schon einige Male gemacht, und es ist ein perfekter Tagesausflug mit Kindern.

Eisstockschießen im Horst-Dohm-Eisstadion: Perfektes Team-Event

Was mich beim ersten Besuch überrascht hat: Das Stadion hat nicht nur die große Eisfläche, sondern auch zwei Eisstockschieß-Bahnen. Und dieses Angebot ist ein echter Geheimtipp. Gerade für Betriebsausflüge, Junggesellenabschiede oder Familienfeiern ist das eine originelle Alternative zum klassischen Kegeln oder Bowling.

Die Bahnen können Sie für private Veranstaltungen mieten – inklusive der notwendigen Ausrüstung. Das heißt: Sie müssen keine eigenen Eisstöcke mitbringen, alles wird gestellt. Die Miete ist moderat, und die Atmosphäre ist unschlagbar. Da steht man draußen, die Winterluft beißt in die Wangen, und man versucht, den Stock möglichst nah an die Daube zu schieben – ein Spiel, das einfacher aussieht, als es ist. Ich habe drei Jahre gebraucht, um den Dreh rauszukriegen, wie viel Kraft man dem Stock geben muss. Anfangs bin ich entweder zu kurz geblieben oder haushoch übers Ziel hinausgeschossen.

Ein Tipp für Firmenveranstaltungen: Buchen Sie frühzeitig. Die Bahnen sind besonders in der Vorweihnachtszeit stark nachgefragt, und wer im November anfragt, bekommt oft schon keine freien Termine mehr. Die Resonanz bei Kollegen war bei unseren Events übrigens durchweg positiv – Eisstockschießen ist eine dieser Aktivitäten, bei denen auch die stoischsten Kollegen nach fünf Minuten auftauen.

Eisfläche, Restaurant und Ausstattung: Der aktuelle Zustand 2026

Jetzt wird's ehrlich: Das Horst-Dohm-Eisstadion ist in die Jahre gekommen. Erbaut 1974, wurde die Anlage zwar regelmäßig modernisiert, aber man merkt ihr das Alter an. Die Umkleidekabinen sind funktional, aber nicht luxuriös – wer edle Wellness-Atmosphäre erwartet, ist hier fehl am Platz. Was die Eisqualität angeht, macht das Stadion aber eine gute Figur. Die 400-Meter-Bahn wird regelmäßig präpariert, und an guten Tagen gleitet man über eine spiegelglatte Fläche, die vor Kraft nur so strotzt.

Eisfläche, Restaurant und Ausstattung: Der aktuelle Zustand 2026

Ein Wermutstropfen: Das Restaurant direkt am Stadion stand eine Zeit lang leer. Die gute Nachricht: Es ist wieder bewirtschaftet. In der Saison 2025/26 gibt es einen kleinen Kioskbereich mit heißen Getränken, Würstchen und Süßigkeiten – nichts Besonderes, aber ausreichend für den kleinen Hunger zwischendurch. Wer mehr will, findet in der Nähe einige nette Cafés und Restaurants in der Berkaer Straße oder am Rüdesheimer Platz.

Die Eisfläche selbst ist übrigens in zwei Bereiche aufgeteilt: die große Außenbahn mit 400 Metern und die Innenfläche, die für Eishockey und Figurentraining genutzt wird. Zuschauer können vom Rand aus die Profis beobachten – und glauben Sie mir, Eisschnellläufer auf einer 400-Meter-Bahn zu sehen, ist atemberaubend. Die Geschwindigkeit, die die Athleten entwickeln, hat mich bei meinem ersten Besuch regelrecht sprachlos gemacht.

Wie ist die Eisqualität im Vergleich zu anderen Berliner Bahnen?

Vergleichen wir kurz mit den anderen großen Hallen der Stadt. Die Erika-Heß-Eisstadion in Wedding hat es im Winter besonders gut – sie ist überdacht, der Wind pfeift nicht so ungemütlich, und das Eis ist durch die geschützte Lage oft besser in Schuss. Die Neumann-Eisstadion in Neukölln ist ebenfalls eine gute Adresse, aber kleiner und weniger charmant. Das Horst-Dohm-Eisstadion hat den entscheidenden Vorteil: die riesige Außenbahn im olympischen Format. Wenn Sie also ernsthaft Eisschnelllauf betreiben wollen, führt an Schmargendorf kein Weg vorbei. Die Eisqualität ist bei guten Wetterlagen durch die frische Luft sogar besser als in manchen stickigen Hallen.

Der Nachteil: Bei Plusgraden wird die Bahn weich, und das Eis bekommt Pfützen. An solchen Tagen ist das Fahren weniger angenehm – aber das wissen die Betreiber, und die Bahn wird dann entsprechend gewarnt. Meine Erfahrung: Die besten Eisverhältnisse herrschen an klaren, frostigen Tagen zwischen Dezember und Januar. Dann ist die Bahn schnell, hart und perfekt.

Events und Programmpunkte: Disco-Hits, Kurse und besondere Abende

Das Horst-Dohm-Eisstadion ist keine reine Sportstätte – es ist auch ein Ort für Vergnügen. Regelmäßig finden spezielle Veranstaltungen statt, die über den normalen Eislaufbetrieb hinausgehen. Besonders beliebt sind die Disco-Abende, bei denen die Bahn in ein Eislauf-Paradies mit Musik verwandelt wird. Die Termine wechseln, aber in der Regel finden diese Abende während der Ferien oder an Wochenenden statt.

Auch für Kinder gibt es Angebote: In den Ferien werden Kurse für Anfänger angeboten, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Ebenso gibt es Partnerschaften mit Schulen – viele Berliner Schulklassen haben hier ihre Sportstunden absolviert. Wer selbst einen Kindergeburtstag plant, kann spezielle Pakete buchen – inklusive Eiszeit, Leihschlittschuhen und manchmal sogar einer kleinen Betreuung durch erfahrene Trainer.

Leider ist der Plan nicht immer klar: Die Veranstaltungsübersicht variiert je nach Saison, und die besten Events werden oft kurzfristig angekündigt. Mein Tipp: Folgen Sie der Homepage oder den Social-Media-Kanälen des Stadions, um nichts zu verpassen. Die Disco-Abende sind erfahrungsgemäß schnell ausverkauft.

Erfahrungsbericht: Was Besucher wirklich über das Horst-Dohm-Eisstadion sagen

Jetzt kommt der Teil, den offizielle Beschreibungen nie liefern: die echten Eindrücke. Ich habe mich umgehört, mit Besuchern gesprochen und auch selbst einige Saisons hier verbracht. Das Ergebnis ist gemischt – aber überwiegend positiv.

Was Besucher loben:
  • Die Größe der Fläche (kaum Wartezeiten an der Kasse, viel Platz auf dem Eis)
  • Die Ruhe – anders als manche Innenstadt-Bahnen ist es hier nicht überfüllt
  • Die Freundlichkeit des Personals, besonders der Kassen- und Verleihmitarbeiter
  • Die Möglichkeit, als Anfänger ungestört zu üben
Was Besucher kritisieren:
  • Die Umkleiden sind spartanisch und manchmal etwas feucht
  • Die Öffnungszeiten an Werktagen sind für Berufstätige nicht ideal (unter der Woche schließt die Bahn oft schon um 18 Uhr)
  • Die Parkplatzsituation ist katastrophal
  • Die Wärmehalle mit den Schließfächern könnte eine Renovierung vertragen

Eine Besucherin erzählte mir, sie komme seit über 20 Jahren hierher – zuerst mit ihren Kindern, jetzt mit ihren Enkeln. Das ist vielleicht die schönste Bestätigung: Eine Bahn, die Generationen verbindet und Erinnerungen schafft. Solche Geschichten sind es, die aus einer Eisbahn einen Ort mit Seele machen.

Und was ist mit dem berühmten „Horst-Dohm-Gefühl"? Es gibt tatsächlich so etwas wie eine besondere Stimmung hier – eine Mischung aus Berliner Gelassenheit, sportlichem Ehrgeiz und einem Hauch Nostalgie. Vielleicht liegt es an der offenen Architektur, die den Himmel über der Bahn sichtbar lässt. Oder an der Mischung aus ambitionierten Läufern und Familien, die hier ihren Sonntag verbringen. Was auch immer es ist – es funktioniert.

Wichtige Tipps für Ihren Besuch im Horst-Dohm-Eisstadion

Bevor Sie losfahren, habe ich noch ein paar praktische Hinweise aus meiner eigenen Erfahrung für Sie:

1. Fingerhandschuhe nicht vergessen: Die Kälte beißt besonders in die Finger. Fahrradhandschuhe sind ideal – sie sind warm und ermöglichen trotzdem genug Bewegungsfreiheit.

2. Die Saisonkarte lohnt sich wirklich: Wer mehr als 7 Mal pro Saison fährt, spart mit der Karte. Und ganz ehrlich: Wer einmal die 400-Meter-Bahn gefahren ist, will wiederkommen.

3. Kommen Sie unter der Woche: Am Wochenende ist die Bahn deutlich voller, und die Eisqualität leidet unter der vielen Nutzung. Dienstag- oder Mittwochnachmittag ist die beste Zeit für entspanntes Gleiten.

4. Checken Sie die Webseite vor der Abfahrt: Wegen Wetterumschwüngen kann es zu kurzfristigen Schließungen kommen. Das habe ich am eigenen Leib erfahren – ein enttäuschender 40-minütiger Fußweg von der U-Bahn für einen geschlossenen Laden.

5. Genießen Sie auch den Park gegenüber: Die Grünanlage vor dem Stadion ist im Winter ein schöner Ort für einen kleinen Spaziergang – besonders bei Schneefall ein wahrer Zauber.

Fazit: Warum das Horst-Dohm-Eisstadion auch 2026 eine Reise wert ist

Das Horst-Dohm-Eisstadion ist mehr als eine Eisbahn. Es ist ein lebendiges Denkmal der Berliner Sportgeschichte, ein Treffpunkt für Generationen und eine der wenigen verbliebenen Freiluft-Arenen der Stadt. Die 400-Meter-Bahn ist ein Juwel, das seinesgleichen sucht – und die Preise sind so fair, dass sich jeder einen Eislauf-Nachmittag leisten kann. Ja, die Anlage hat Alterserscheinungen. Ja, die Umkleiden sind nicht auf Wellness-Niveau. Aber das macht den Charme dieses Ortes aus: Hier geht es nicht um Glamour, sondern um das Wesentliche – ums Gleiten, ums Fahren, ums Dabeisein.

Als ich an diesem Januarabend den älteren Herrn beobachtete, wie er elegant durch die Kurven glitt, verstand ich etwas: Das Horst-Dohm-Eisstadion ist ein Ort, der nicht nach Perfektion strebt, sondern nach Verbindung. Verbindung zwischen Generationen, zwischen Sportarten, zwischen den Jahreszeiten. Und genau das macht ihn so besonders.

Wenn Sie also das nächste Mal in Berlin sind – im Winter wie im Sommer – gönnen Sie sich einen Besuch in Schmargendorf. Schlüpfen Sie in die Schlittschuhe oder die Inline-Skates, und spüren Sie selbst, warum diese Bahn seit über fünf Jahrzehnten Menschen begeistert. Die Kälte wird Sie beißen, der Wind wird Ihnen ins Gesicht schneiden – aber das Gefühl, über das glatte Eis zu gleiten, während der Berliner Himmel über Ihnen aufreißt, das vergessen Sie nicht so schnell. Und wer weiß – vielleicht treffen Sie dort ja auch einen älteren Herrn, der Ihnen zeigt, wie man die Kurven wirklich nimmt.

Marie Schulz

Marie Schulz

Marie Schulz arbeitet seit elf Jahren als Journalistin und berichtet schwerpunktmäßig über die Themen Babyzeit, Elterntipps und Familienleben. Sie verfasste in dieser Zeit zahlreiche redaktionelle Beiträge zu den Bereichen Säuglingsgesundheit, kindliche Entwicklung und Alltagsorganisation für Familien. Ihre Recherchen stützen sich auf den Austausch mit Fachleuten aus der Pädiatrie und Familienberatung sowie auf die Begleitung von Familien in unterschiedlichen Lebensphasen.

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